Dienstag, 21. Mai 2013

Wenn Einer eine Reise tut...

...dann kann er was erzählen.
In diesem Sinne begrüßen wir alle Daheimgebliebene.
Der gestrige Tag war geprägt vom...wie sollte es anders sein...Fliegen. Und von den Unwägbarkeiten die so eine Umsteigeverbindung mit sich bringen kann. 
Es ging am Montag fast pünktlich gegen 8:15 Uhr in Frankfurt los und wir waren auch pünktlich gegen 10:30 Uhr Ortszeit in Chicago. Und dann denkst du: 90 Minuten ist doch ein Arsch voll Zeit. Aber wir hatten die Rechnung ohne die Koreaner gemacht. Ein paar Minuten vor uns ist eine Maschine aus Seoul gelandet und die hatte gefühlt die Hälfte aller südkoreanischen Schüler an Bord. 
Dann kommst du also in die riesen Halle, in der die Immigration sitzt und du denkst nur: heilige Scheiße! 
Die Reihe war gefühlte 10 Kilometer lang und es waren wohl nur 10 Schalter offen. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, in die USA einzureisen, der weiß, wie lange das dauern kann. 
Wir hatten uns schon fast damit abgefunden, dass wir den Anschlussflug nicht kriegen, als sich von hinten ein junges Pärchen den Weg nach vorne bahnte und sich einfach an allen anderen vorbeidrängelte. Das ist je eigentlich nicht unser Stil, aber in diesem Moment hängten wir uns einfach dran, auch weil die beiden den gleichen Flug kriegen wollten wie wir. Also wir den beiden nach und schon standen wir am Anfang der Schlange. Bei der Immigration lief alles wie gehabt: schön die Patschehändchen auf den Scanner, ein fester Blick in die Kamera und kurze Beschreibung unserer Jobs, denen wir gewöhnlich nachgehen, wenn wir nicht gerade Urlaub machen. Ach ja, URLAUB, natürlich der Grund unserer Reise. Geschafft, wir sind drin. Schnell die Koffer schnappen und ab zum nächsten Flieger. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Denkste! Da ist ja immernoch dieser blöde Sicherheitscheck, bevor man ein Flugzeug besteigen darf. Auch wenn wir das in Frankfurt schon hinter und gebracht haben - Katha natürlich wieder mit dem obligatorischen Drogen-Sprengstoff-Abklatschtest - mussten wir in Chicago nochmal durch. Und siehe da, wieder ne ewig lange Schlange und unser Pärchen, das auch nach Las Vegas will. Hier geht Vordrängeln nicht, aber dafür erregt Katha's Handgepäck hier offenbar kein Aufsehen. Ein Blick auf die Abflugtafel: Gate B11! CLOSED ?!? Nun aber fix die Beine in die Hand und Rennen, vielleicht lassen die uns ja doch noch mit. Und ja, die Maschine hat auf uns gewartet und damit rund 140 andere Passagiere. Blöd, wenn vorn der Einstieg ist und man beinahe in der letzen Reihe Sitzplätze reserviert hat. Spießrutenlauf! Aber egal, wir sitzen. Die nächsten dreieinhalb Stunden vergehen wie im Flug (kleines Wortspiel). Landung in Las Vegas, Mietauto holen und raus aus der Stadt - ohne nennenswerte Vorkommnisse. Das Motel in Overton, ca. eine Stunde von Vegas entfernt ist i.O. Aber uns treibt es zum Sonnenuntergang in das nahegelegene Valley of Fire. Wunderschön. Doch die Müdigkeit rafft uns dahin und wir entschließen uns, morgen früh nochmal hinzufahren. Gute Nacht für heute. 


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