Freitag, 31. Mai 2013

Der Wilde Westen

Buenos Dias,
der neuste Post zu diesem Blog erreicht euch heute aus Lee Vining, am Fuße der Sierra Nevada. Hier haben wir gegen 15 Uhr in unserem Motel, der "Lakeview Lodge" eingecheckt. Zuvor haben wir nach einem ausgiebigen Frühstück, bei dem uns ein Quartett von Schwaben mächtig auf die Eier gegangen ist, noch einmal die Alabama Hills besucht. Wir suchten und fanden noch den einen oder anderen Felsbogen sowie eine alte verlassene Mine, in die wir aber aus Sicherheitsgründen nicht hineingingen.
Danach machten wir uns auf in Richtung Lee Vining. Auf unserem Weg machten wir einen ausgiebigen Stopp in Bishop. Dort waren wir schon bei unserer letzten Tour... die Älteren unter ihnen werden sich vielleicht noch erinnern. Zuerst kehrten wir bei Taco Bell ein, bevor wir bei Vons ausgiebig shopten und tankten. Da wir uns ab morgen für drei Tage im Yosemite National Park aufhalten werden, dachten wir, wir sollten uns mit ein paar mehr Lebensmitteln eindecken, da es dort wohl relativ teuer sein wird. Wir vermuten auch, dass es kein WiFi geben wird also wundert euch nicht, wenn ihr in den nächsten drei Tagen nichts zu lesen bekommt. Das müssen wir gegebenenfalls nachholen.
Nach weiteren 90 Minuten Fahrt kamen wir an unserem Motel an. Wir checkten schnell ein und machten uns sofort auf den Weg in die Geisterstadt Bodie. Bodie war in den 1880ern aufgrund des Goldrauschs eine der größten Städte Kaliforniens. Heute ist sie ein Statepark und wird für die Nachwelt  konserviert. Allerdings werden keine großen Reparaturarbeiten durchgeführt, gerade soviel das es noch eine Weile braucht, bis alles zusammenfällt. Wir hielten uns dort für fast 2 Stunden auf und Katha schoss wieder eine Unmenge von Fotos. Nachdem auch dies erledigt war, fuhren wir wieder nach Lee Vining und kehrten an der Tanke zum Abendessen ein. Das klingt jetzt etwas komisch aber am Abzweig des Highway 120, der direkt in den Yosemite führt gibt es ein sehr empfehlenswertes Fastfood Restaurant, das Whoa Nelli Deli. Das Essen ist frisch, schnell zubereitet, preislich ok und sehr lecker. Wir hatten jeweils einen 1/2 Pound Angusburger mit Pommes. Jetzt schauen wir noch ein bisschen TV bevor wir uns bald von Innen begucken.
Wr wünschen euch ein schönes Wochenende.
Katha und Micha 





Donnerstag, 30. Mai 2013

Leben in der Wüste

Hola,
auch heute möchten wir euch wieder mit dem täglichen Reisewahnsinn konfrontieren.
Der Tag begann wie er endete, warm. Nach dem auschecken fuhren wir noch einmal zum Zabriski Point, um diesen in einem anderen Licht zu erleben. Nach einer kurzen Fahrt durch den 20 Mule Team Canyon fuhren wir in Richtung Ubehebe Crater. Auf dem Weg dorthin, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Salt Creek. in dem salzigen Wasser leben winzig kleine Fische, die es irgendwie schaffen, unter den widrigen Umständen zu überleben. Nach gut einer Stunde Fahrt, erreichten wir den   Ubehebe Crater. Hier kann man noch die vulkanische Vergangenheit des Death Valley erkennen. Nachdem auch hier die Fotos geschossen waren, ging es für uns zu Scottys Castle. Zu unserer Überraschung erwartete uns keine trostlose Landschaft aus Stein und Erde sondern eine grüne Oase mit Palmen, Wiesen und anderen Bäumen. Hier hat ein Typ namens Scotty ein kleines großes Refugium erschaffen. Wir setzten uns in den Schatten und machten erstmal Mittagspause. Gegen 14 Uhr begaben wir uns auf den etwas mehr als 100 Meilen langen Weg nach Lone Pine, wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Nach einer etwa einstündigen Siesta statteten wir noch den Alabama Hills, die wir vor fast vier Jahren bereits angesehen hatten, einen Besuch ab. Dort blieben wir bis zum Sonnenuntergang. Den Abend beschlossen wir mit einem Teller gebackenen Bohnen und Naan sowie einer Flasche Bier, die wir kurz zuvor in einem lokalen Supermarkt erworben hatten.
Alles Gute für euch und bis morgen.
Katha und Micha 







Mittwoch, 29. Mai 2013

Ski Heil

Liebe Leser (m/w),
heute melden wir uns aus dem tief verschneiten Death Valley. Über Nacht gingen die Temperaturen auf unter Null Grad zurück und die Schneedecke ist nun beachtliche 30 cm stark. ....ähmmmm, falscher Urlaub.... Also nochmal. 
Heute melden wir uns aus dem mit zurzeit noch mehr als 30 Grad Celsius warmen Tal des Todes. Wir sitzen gerade bei Wein und Wasser auf unserer Terrasse, die Grillen zirpen und die Klimaanlagen machen auch nicht grad wenig Lärm. Kurz nach Sonnenuntergang gönnten wir uns noch ein halbes Stündchen im Hotelpool, welcher durchaus angenehm temperiert war.
Heute morgen verließen wir Las Vegas mit Ziel Death Valley. Wir kauften erstmal wieder richtig ein, tankten voll und machten uns auf den Weg zum Red Rock Canyon. Dieser liegt etwas außerhalb von Las Vegas und besteht, wie der Name schon sagt, aus vielen roten Steinen. Wir brachten dort gut 90 Minuten zu, schladenzten etwas rum und machten ein paar Aufnahmen. Danach ging es für uns weiter und zwar direkt in Richtung Death Valley. Nach ca. dreistündiger Fahrt und einem kurzen Aufenthalt bei Taco Bell in einem Nest namens Pahrump kamen wir im doch recht warmen Tal des Todes an. Wir bezogen zuerst unser Zimmer, um uns umgehend wieder für den Weg zu machen. Wir besichtigten wieder einmal Badwater, den mit -81,5 m unterhalb des Meerespiegels tiefsten Punkt der USA, Artists Palette und diesmal auch den Golden Canyon. Da es an der Artists Palette mit 112 Grad Fahrenheit = 44,4 Grad Celsius doch sehr heiß war, machten wir noch eine kurze Siesta, bevor wir zum Sonnenuntergang wieder zum Zabriski Point fuhren. Den Rest der Story kennt ihr ja schon. Wir wünschen auch alles Gute für den neuen Tag.
Katha und Micha






Viva Las Vegas

Bonjour Madames et Messieurs,
wir sitzen gerade am Fenster unseres Hotels "Paris Las Vegas" und schauen direkt auf den Strip mit den umliegenden Hotels wie z.B. dem Bellagio, dem Aria, dem Planet Hollywood und noch ein paar anderen. Der Herr am Check-in war so freundlich, uns ein Zimmer mit Aussicht zu geben. Und da da Hotel sagenhafte $15 für das Internet haben will, werdet ihr diesen Post erst einen Tag verspätet lesen können. Aber der Reihe nach.
Den heutigen Tag begannen wir mit einem Frühstück in unserem Hotel. Dies war seit länger Zeit mal wieder inklusive und das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Es gab Cerealien, Obst, Joghurt und verschiedene Toastgeschichten. Nachdem wir unsere sieben Sachen gepackt hatten, machten wir uns in Richtung Las Vegas auf den Weg. Die Entfernung war mit 100 Meilen recht überschaubar und wir kamen zügig voran. Unser Erster und einziger Stopp an diesem Tag war der Hoover Damm, ca. 30 km vor Las Vegas.  Da es nicht der erste Damm in diesem Urlaub war, sind wir schon mit etwas Routine an die Sache herangegangen. Wir suchten zuerst einen Aussichtspunkt auf, der im übrigen eine Brücke war, von dem aus man einen freien Blick auf den Damm und dessen Infrastruktur hatte. Danach fuhren wir einmal über den Damm, parkten, machten einen kurzen Spaziergang über selbigen um Fotos zu machen, gingen wieder zurück zum Auto und fuhren nach Las Vegas. All das bei bis zu 94 Grad Fahrenheit. Die restlichen 30km waren schnell erledigt und schon waren in unserem Hotel. Das einchecken dauerte eine gefühlte Ewigkeit, es waren halt eine Menge Leute vor uns. Nachdem wir unser besseres Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg über den Strip. Wir gingen zuerst in nördlicher Richtung und begegneten dabei so bekannten Institutionen wie Caesars Palace, Treasure Island, Wynn, Encore, Flamingo, The Venetian und einigen anderen. Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück und hielten erstmal Siesta. Es waren draußen immer noch um die 90. Grad Fahrenheit. Gegen 17:30 Uhr machten wir uns auf zur zweiten Runde. Diesmal gingen wir in südlicher Richtung über den Strip und begegneten dem New York New York, dem Planet Hollywood, dem Aria, dem Cosmopolitan, dem Luxor, dem Excalibur, um nur einige zu nennen. Irgendwann überkam uns dann der Hunger und wir wählten aus all den kulinarischen Verführungen, die Las Vegas zu bieten hat... na wer will mal raten... ja ganz richtig.... den Schachtelwirt aus. Auf der Rücktour bestaunten wir nach einmal die Fontaine vor dem Bellagio, schlenderten durch den Casinobereich unseres Hotels und gingen dann auf unser Zimmer. Hier vergreifen wir uns gerade noch an einer Flasche Rotwein, die wir nach unserer Einkehr beim Schachtelwirt im Walgreens käuflich erworben hatten. 
Mit einem wunderbaren Blick über das nächtlich erleuchtete Las Vegas beenden wir den heutigen Tag und Post und wünschen euch schönes Fernweh.
Katha und Micha









Montag, 27. Mai 2013

Get your Kicks on Route 66

Servus,
wie kann man einen Tag schöner beginnen, als mit einem Spaziergang im Sonnenschein entlang des Grand Canyon. Genau das haben wir heute morgen getan, nachdem wir gegen 9 Uhr aus dem Hotel ausgecheckt hatten. Der Weg führte uns für insgesamt 5 km am Rand des Grand Canyon entlang und bot uns alle Nase lang eine veränderte Sicht auf den Canyon. Die Temperaturen waren noch recht angenehm und es waren auch noch nicht so viele Leute unterwegs. Wieder am Parkplatz angekommen, hatte sich dieser schon gut gefüllt. An den Bushaltestellen hatten sich, wie am Vortag, lange Warteschlangen gebildet. Unsere Zeit im Park war gezählt und Nach einem kurzen Snack verließen wir den Grand Canyon mit Ziel Kingman direkt an der Route 66. Zuerst fuhren wir gen Süden bis nach Williams. Dort hielten wir in der Historic Oldtown, um ein paar Fotos zu machen. Dabei fiel uns ein Restaurant auf, welches Livemusik im Außenbereich und Burger und Steaks bot. Wir beschlossen im "Cruisers Café 66" einzukehren, und eine anständige Mittagspause einzulegen. Wir orderten ein Sirloin Steak mit Weingelee, Fritten, Cole Slaw, gegrillten Paprika und Zwiebeln sowie einen Longhornburger ebenfalls mit Fritten und Coleslaw. Alles sehr, sehr lecker und wirklich empfehlenswert (sollte es mal jemanden in diese Gegend verschlagen). Nur bei der Rechnung hieß es: Aufpassen. Das Trinkgeld war schon auf den Preis aufgeschlagen - nicht unüblich, aber eher die Ausnahme. Ein paar Meilen hinter Williams bogen wir von der Interstate 40 auf die alte Route 66 ab. Wer es nicht weiß, diese Straße war eine der wichtigsten, wenn nicht sogar DIE wichtigste Verbindung zwischen dem mittleren Westen und der Pazifikküste. Sie führte durchgängig von Chicago nach Los Angeles. Die Route 66 - eine Straße, um die sich viele Geschichten und Legenden ranken. Der Abschnitt zwischen Williams und Kingman ist zwar nicht das Musterbeispiel der alten Route 66, aber hier und dort spührt man den alten Charm noch. Am General Store in Hackberry kann man einige Relikte der alten Zeit sehen. In die Jahre  gekommene Oldtimer rosten neben alten Tanksäulen und Reklametafeln vor sich hin. Überall liegt Krimskrams herum, der eine eigene Geschichte erzählt. Gegen 17 Uhr erreichten wir das Quality Inn in Kingman, unser Nest für die Nacht. Auch das Motel scheint die besten Zeiten schon hinter sich zu haben, aber es war alles da, was man braucht. Sogar eine Mikrowelle, wo wir uns später noch die delikaten Reste der üppigen Mittagsmahlzeit Aufwärmen werden. Doch zunächst fuhren wir noch in den Histroric District von Kingman, doch hier waren die Bürgersteige schon hochgeklappt. Also ab ins Motel, Duschen, Fernsehen, Blog schreiben und Essen Aufwärmen. PLING! Guten Appetit und gute Nacht, da draußen.
Katha und Micha






 














Sonntag, 26. Mai 2013

Leute heute

Hallöchen zusammen,
das erste Wort hat heute der Kollege aus dem Verkehrsstudio. Der Highway 89 ist bis auf Weiteres zwischen Page und dem Abzweig des 89a wegen einer abgerutschten Fahrbahn gesperrt. Aus diesem Grund mussten wir auf unserem Weg zum Grand Canyon eine Umleitung fahren. Diese kostete und ca. eine Stunde. Höhepunkte auf dem (Um)Weg von Page zum Grande Canyon: Keine. Oder doch...nein, keine. Gegen 12 Uhr kamen wir am östlichen Eingang des Grand Canyon an. Der Ansturm an diesem Sonntag vor Memorial Day schien sich in Grenzen zu halten, doch wir sollten später eines Besseren belehrt werden. Wir gingen erstmal aufs Klo, bevor wir einen ersten Eindruck vom Grand Canyon bekamen. Das Ding ist schon ziemlich riesig und man kann sich kaum vorstellen, was die Entdecker dieses Naturwunders gedacht haben, als sie den Canyon das erste mal gesehen haben.
Nach den ersten Fotos am östlichsten Teil des South Rims fuhren wir entlang des Canyons in westlicher Richtung. Wir hielten an einigen weiteren Aussichtspunkten bevor wir am westlichen Visitor Center ankamen und feststellen mussten, das eben doch Sonntag vor Memorial Day ist. Der Park hat bestimmt tausende von Parkplätze aber es war nicht ein Einziger zu bekommen. Wir beschlossen, unser Hotel im nahegelegenen Tusayan aufzusuchen und von dort aus mit dem kostenlosen Shuttle zurück in den Park zu fahren. Wie in vielen anderen Nationalparks gibt es auch hier ein Shuttlesystem, mit dem man gut und schnell durch den Park kommt. Aufgrund der Menschenmassen, setzte der Nnationalparkservice zusätzliche Shuttlebusse ein, um die Schlangen wartender Leute so kurz wie möglich zu halten. Wir entschieden uns, noch einen ca. 5 km langen Nachmittagsspaziergang entlang des Rimtrails zu machen. Auf diesem Rimtrail wandert man immer entlang der Abbruchkante und hat alle Nase lang einen atemberaubenden Blick hinab in den Canyon. Auf den Abschnitten zwischen den einzelnen Overlooks begegneten wir nur wenigen Wanderern. Die meisten Leute fallen wohl nur aus dem Bus, gehen ein paar Meter zum Viewpoint, um dann mit dem nächsten Bus zum nächsten Viewpoint zu fahren. Gegen 19 Uhr waren wir wieder zurück in Tusayan und ging dann erstmal "gut burgerlich" essen, und zwar beim Schachtelwirt. Die Auswahl ist etwas reichlicher als bei uns - mal abgesehen von Currysauce, die es hier nicht gibt - aber alles in allem weiß man, was einen erwartet. Jetzt schauen wir noch ein bisschen TV, leider ist das Programm sehr bescheiden. 
Wir wünschen euch einen guten Start in die Woche.
Katha und Micha




Samstag, 25. Mai 2013

Beam me up Scotty

Sehr geehrte Damen und Herren,
heute starteten wir gegen 8:30 Uhr in Richtung des Glen Canyon Damms. Wir hatten uns vorgenommen, eine Führung durch den Damm mitzumachen. Die 9 Uhr Tour war dann auch unsere. Nachdem wir durch eine Sicherheitskontrolle ähnlich der am Flughafen mussten, ging es mit dem Fahrstuhl vom Visitorcenter auf die Staumauer. Wir erfuhren viel über die Geschichte, den Bau und die Technik des Damms. Nach einer weiteren Fahrt mit einem anderen Fahrstuhl kamen wir fast ganz unten an der Staumauer an. Dort bekamen wir einen Einblick in den Turbinenraum, in dem als "Abfalllprodukt" Strom produziert wird. Der eigentliche Zweck des Damms ist das Bevorraten von Wasser. 
Nach der Tour durch den Damm fuhren wir noch einmal zum Horseshoe Bend, um noch ein paar Fotos zu machen. Der eigentliche Höhepunkt des Tages sollte aber danach folgen, der Upper Antelope Canyon. Pünktlich wie die Maurers, gegen 11:30 Uhr, waren wir am Canyon und kauften die Tickets. Ebenso pünktlich ging die Tour los. Wir wurden auf einen alten Chevy Pickup Truck verfrachtet und heizten wie blöde durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Auf einem Bett rumzuhüpfen hat einen ähnlichen Charakter wie diese Fahrt. Wir hatten einen kleinen Vorsprung vor dem nächsten Truck und deshalb so Hoffnung, dass wir etwas ungestörter durch den Canyon laufen könnten, aber diese Hoffnung wurde kurz nach dem Eintritt in den Canyon jäh zerstört. Da man den Canyon nur über den selben Weg verlassen kann über den man ihn betreten hat, kamen uns immer wieder Menschen entgegen. Wir hatten extra die teure 12 Uhr Tour gebucht, da die Lichtverhältnisse zu dieser Zeit am besten sein sollen. Dem war auch so. Das Licht fiel teilweise direkt von oben durch schmale Spalten in den Canyon. Da es ringsherum recht dunkel war, konzentrierte sich das Licht an diesen Stellen und es sah aus, als wenn Außerirdische einen Treckstrahl auf die Erde richten würden. Durch die vielen Leute war es leider nur eingeschränkt möglich, gute Fotos zu machen aber ich denke, Katha hat das Beste aus der Situation gemacht. Nach ca. 90 Minuten waren wir wieder an unserem Auto. Wir beschlossen, es war wieder jenseits der 30 Grad, Siesta zu machen und dem Pool einen Besuch abzustatten. Wir relaxten ein wenig im und am Pool, tranken einen Kaffee und machten uns noch einmal auf den Weg, um noch ein bisschen von der Gegend zu sehen. Wir fanden eine Stelle, an der man direkt an den See kommt und wir fuhren eine sandige Piste zu einem einsamen Felsen.
Den Tag ließen wie bei einem Essen in einem lokalen indischen Restaurant ausklingen über dessen Qualität gestritten werden kann. Das Essen war zweifellos gut, der Service war aber irgendwie daneben.
Jetzt schauen wir mal keine Sendung über Hochzeitskleider, sondern die amerikanische Version von "Undercover Boss".
Schönes Wochenende wünschen Katha und Micha

Dieses Foto muss man um 180 Grad drehen. Von den Natives wird die Formation "Sunset in Monument Valley" genannt.



















Freitag, 24. Mai 2013

Sonnenschein und 32 Grad!!! Wie ist eigentlich das Wetter bei euch???

Servus zusammen,
heute verließen wir den Bryce Canyon mit dem Ziel Page in Arizona. Gegen 8:30 Uhr starteten wir in Richtung Kanab. Die Fahrt war relativ unspektakulär und führte uns kurz vor Kanab in den Coral Pink Sanddunes State Park. Wie der Name schon sagt gibt es hier Sanddünen, die leicht Pink schimmern. Wir verbrachten dort eine Stunde mit Dünenwandern. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr warm war, kamen wir doch ins Schwitzen. Danach ging es ohne große Höhepunkte direkt nach Page. Page liegt direkt an der Glen Canyon Recreation Area, die den Namen vom Glen Canyon Dam hat, der hier den Colorado River zum Lake Powell aufstaut. Der Damm ist ein technisches Meisterwerk und vielleicht machen wir morgen noch eine geführte Tour. Nach einem kurzen Stopp an eben diesem Damm fuhren wir direkt zu unserem Hotel. Dort mussten wir feststellen, dass wir die Zeitzone gewechselt hatten. Jetzt war es plötzlich nicht mehr 13 Uhr sondern erst 12 Uhr. Gott sei Dank war unser Zimmer schon bezugsfertig. Nach einer kurzen Mittagspause ging es in die Stadt zu den Native Americans, wo wir eine Tour zum berühmten Upper Antelope Canyon buchen wollten. Auch weil ich es versäumt hatte, die Tour von Deutschland aus zu buchen. Leider war das ganze Wochenende schon total ausgebucht. Da war die Stimmung am Tiefpunkt angekommen. Wir entschieden uns, zum Horseshoe Bend zu fahren, um die Stimmung etwas aufzuhellen. Der Horseshoe Bend ist eine 180 Grad Kurve, die der Colorado River in den Felsen gefräst hat. Nachdem auch dort die obligatorischen Fotos gemacht wurden, fuhren wir auf blauen Dunst direkt zum Upper Antelope Canyon und siehe da,  es waren noch Plätze sowohl für heute als auch für morgen frei. Das Glück wurde perfekt als sich herausstellte, dass am morgigen Tag auch noch Plätze für die 12 Uhr Tour frei sind. Nur in dieser Tour kommt man in den Genuss einmaliger Lichtspiele. Wir reservierten unsere Plätze und statteten dem etwas weniger bekannten Lower Antelope Canyon einen spontanen Besuch ab. Auch dort hatten wir Glück und konnten direkt eine geführte Tour buchen. Nach 10 Minuten Wartezeit ging es dann mit unserem indianischen Führer namens Sheldon hinab in den Canyon. Man kann diese Slotcanyons kaum beschreiben. Wasser hat hier in jahrtausendelanger Arbeit ein Kunstwerk geschaffen. Rund eine Stunde und gefühlte 1000 Fotos später verließen wir den Canyon in Richtung unseres Hotels. Da es noch immer sehr warm war beschlossen wir, dem Hotelpool einen Besuch abzustatten. Eine schöne Abkühlung in der sehr warmen Umgebung. Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns noch ein leckeres Essen im "Big John's Texas BBQ". Hier gab es bei live Countrymusic leckeres pulled Pork, pulled Chicken und Rippchen sowie zum Nachtisch jeweils einen Cobbler mit Früchten und Eiscreme. 
Jetzt sitzen wir bei laufender Klimaanlage vor dem Fernseher und schauen schon die zigste Folge von
"I found the Gown" bei der es wieder mal um Hochzeitskleider geht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...
Wir wünschen euch einen schönen Tag und uns eine gute Nacht.
Katha und Micha



 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Hoodoos und noch mehr Hoodoos

Moin zusammen,
den heutigen Donnerstag verbrachten wir komplett im Bryce Canyon. Auch heute machten wir uns wieder zeitnah auf den Weg. Wir wollten den Queensgarden und den Navaja Loop Trail laufen, ohne dauernd anderen Leuten über den Weg zu laufen. Leider ging die Rechnung nicht ganz auf, denn offensichtlich stehen auch andere Leute zeitig auf. Die beiden Trails führen hinab in den Canyon. Dort hat man eine total andere Sicht auf die Hoodoos. Leider kann man den Navajo Loop Trail zur Zeit nicht ganz durchlaufen,da die "Wallstreet" aufgrund von Felsenabgang gesperrt ist. Nach ca. 2 Stunden hatten wir die ganze Sache hinter uns gebracht und fuhren nochmal zurück zum Hotel, um zu tanken und um uns die zwei verbliebenen Sub-Hälften zu schnappen. Danach ging es wieder in den Park. Wir besuchten weitere Aussichtspunkte wie Rainbow Point, Yovimpa Point und Natural Bridge. Als auch diese "abgearbeitet" waren, begaben wir uns wieder zum Sunset Point. Dort verschlangen wir mit Genuss die Subs. Im Anschluss gingen wir noch einmal ein kurzes Stück in den Canyon hinab, um die veränderten Lichtverhältnisse auszunutzen. Danach gönnten wir uns ein Eis aus dem ziemlich teuren General Store und hielten Siesta. In dieser Zeit habe ich den letzten Post geschrieben während Katha gefühlte 73 Folgen von "Say yes to the Dress" (in Deutschland bei SIXX als "Mein perfektes Hochzeitskleid") geschaut hat. Gegen 7:30 Uhr fuhren wir noch ein letztes mal in den Canyon zum Bryce Point um den Sonnenuntergang zu begutachten. Das Rot des Sandsteins wurde noch roter und bei einem Gespräch mit einem deutschen Ehepaar erklärte Katha der Dame gleich noch deren Fotoapparat. Wieder im Hotel verdrückten wir erneut ein paar Subs und tranken jeder ein lokales Bier. Dieser Tag wird mit dem Schreiben dieses Posts seinen Abschluss finden. Im Übrigen laufen gerade die Folgen 145 und 146 von "Say yes to the Dress".
Euch allen einen schönen Tag und Gute Nacht.
Katha und Micha 



Angels Landing oder Einer blieb auf der Strecke

Tach gesagt und abgegrüßt ( ja Rauschinho, du hast das Copyright auf den Spruch),
am gestrigen Mittwoch checkten wir gegen 7 Uhr aus unserem Hotel aus, um uns gleich danach in Richtung Angels Landing aufzumachen. Angels Landing ist ein sehr exponiert stehender Felsen, der recht schwierig zu besteigen ist. Wir machten uns extra früh auf den Weg, da die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt noch sehr angenehm waren. Außerdem hielt sich die direkte Sonneneinstrahlung  ebenfalls noch in Grenzen. Der Angels Landing Trail überwindet auf knapp 4 km 453 Höhenmeter. Außerdem schlängelt er sich größtenteils direkt am Abgrund entlang. Nachdem wir viele Serpentinen und einen kleinen Canyon hinter uns gebracht hatten, kamen wir bei Scouts Lookout an. Schon von dieser Stelle aus hat man eine atemberaubenden Blick in den Zion Canyon. Dies war die Pflicht. Nun sollte die Kür folgen, aber wie der Titel schon suggeriert, gehen Theorie und Praxis nicht immer ganz konform. Nachdem wir von Scouts Lookout aus ein paar Meter an den nun direkt am Abgrund hängenden Ketten entlang kraxelten, überkam mich das sogenannte "Elke Schröder Syndrom". Ich bekam tatsächlich Höhenangst und entschied mich daher, nicht weiterzugehen. Ich hatte mich schon sehr auf diesen Trip gefreut, aber manchmal muss ein Mann tun was ein Mann tun muss. Mit anderen Worten: Ich zog den Schwanz ein und Katha ging allein weiter. Nach ca. 60 Minuten war Katha dann wieder an der Stelle, an der wir uns getrennt hatten. In dieser Zeit kraxelte sie mehr oder weniger allein nach oben und wieder zurück, während ich dort saß und für diverse Leute denn Fotografen gab. Nachdem wir den ganzen Weg wieder nach unten gegangen waren, machten wir noch einen Abstecher zu den Lower Emerald Pools, da Katha noch ein paar Fotos nachholen wollte. Als auch dies erledigt war, fuhren wir mit dem Shuttle wieder zum Eingang des Parks und machten uns gegen 14 Uhr auf den Weg zum Bryce Canyon National Park. Auf der Fahrt trafen wir noch auf ein paar Vertreter der örtlichen Fauna. Gegen 15:30 Uhr trafen wir in unserem Hotel am Bryce Canyon ein, checkten ein und fuhren noch in den Park, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Wir besuchten den Sunrise Point, Sunset Point und Bryce Point. Von all diesen Aussichtspunkten hat man super Blicke auf das, was diesen Nationalpark berühmt gemacht hat, Sandstein Hoodoos in allen nur erdenklichen Formen aber meistens in Rot und all seinen Schattierungen. Aufgrund mangelnder bzw. überteuerter Verpflegungsmöglichkeiten fuhren wir ein paar Meilen, um uns im nächstgelegenen Subway Restaurant zwei durchaus leckere Subs zum Abendessen zu besorgen. Diese verschlungen wir je zur Hälfte bei einem Schluck Wein und ließen den Abend mit etwas Fernsehen ausklingen.
In diesem Sinne wünschen wir euch schönes Ferrnweh und hoffen, heute Abend noch den Post für den heutigen Tag zu vollenden, damit wir zeitlich wieder alles auf der Reihe haben. 
Katha und Micha

Mittwoch, 22. Mai 2013

Feuer und Wasser

Werte Zurückgebliebene,
wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, hängen wir ein wenig, nicht am Galgen aber in der taggenauen Veröffentlichung unserer Posts. Mal sehen ob wir die Verspätung wieder aufholen.
Am gestrigen Dienstag begaben wir uns - dank Jetlag - recht früh nochmal in das Valley of Fire. Was wir am Abend zuvor nur grob ausgespäht haben, wurde nun ausführlicher erkundet. Im fast noch menschenleeren Park haben wir direkt an der Straße Bighornsheeps gesehen. Der Bock hat uns aber zu verstehen gegeben, dass er unsere Anwesenheit nicht sonderlich mag. Jedenfalls ist das Viech mit seinem Kopf immerzu auf einen Stein losgegangen. Am Rainbowvista haben wir die Aussicht auf den morgendlich angestrahlten Sandstein genossen, der sich hier mal rosa, mal gelb, mal rötlich oder fast schon violett zeigt. In der Gegend um die White Domes bot sich die Gelegenheit, auf etwas abseits gelegenen Pfaden zu wandeln. Ein kurzer Rundweg führte uns vorbei an sehenswerten Ausblicken hinab in ein felsiges Tal und anschließend durch einen schmalen Canyon. Bevor wir gegen 10:15 Uhr den Statepark verlassen haben, besuchten wir noch den Fire Canyon aus rotem Sandstein. In den nächsten zweieinhalb Stunden zogen wir an einer doch eher kargen Landschaft vorbei. Kleine trostlose Gemeinden mit verstreut liegenden Häusern, die ihre besten Tage schon lange hinter sich haben. Das änderte sich schlagartig in einem Örtchen namens Springdale, dem Tor zum Zion National Park. Unsere Lodge - die Cliffrose Garden Lodge - war wirklich sehr komfortabel und hatte einen schönen Garten. Da der Nachmittag noch jung war, entschieden wir uns gleich noch mit dem Shuttlebus in den Park zu fahren und zu den Emerald Pools zu laufen. Wenn schon, denn schon, sollten es alle drei Pools sein - der Lower Pool, der Middle Pool und der Upper Pool. Aber der Reihe nach: Nach knapp einem Kilometer erreichten wir den Lower Pool. Dort stürzt bei Regen oder zur Schneeschmelze eine Menge Wasser über den Felsen und bildet einen kleinen glasklaren Bergsee. Zurzeit ist der Wasserfall lediglich ein Rinnsal, aber trotzdem nett anzusehen. Der Middle Pool ist nicht der Rede Wert und auch der anstrengende, weil steile Anstieg zum Upper Pool hat sich nur in Maßen gelohnt. Der Upper Pool selbst, umgeben von steilen Felswänden, präsentierte sich recht schön, aber es waren zu viele Leute dort. Witzig waren kleine Frösche, die Lärm gemacht haben, als ob sie handtellergroß wären. Ihr Gequake schallte von den steilen Felsen zurück. Auf dem Rückweg entschieden wir uns spontan, noch einen Umweg über den Kayenta-Trail zu machen. Am Ende sind wir insgesamt etwa 4,5 km gelaufen. Ein guter Auftakt für unsere Wanderung am Mittwoch zum Landeplatz der Engel im Zion NP. Den Abend haben wir mit einer Flasche Wein auf unserer Veranda ausklingen lassen und sind dann auch bald schlafen gegangen. Gute Nacht!





Dienstag, 21. Mai 2013

Wenn Einer eine Reise tut...

...dann kann er was erzählen.
In diesem Sinne begrüßen wir alle Daheimgebliebene.
Der gestrige Tag war geprägt vom...wie sollte es anders sein...Fliegen. Und von den Unwägbarkeiten die so eine Umsteigeverbindung mit sich bringen kann. 
Es ging am Montag fast pünktlich gegen 8:15 Uhr in Frankfurt los und wir waren auch pünktlich gegen 10:30 Uhr Ortszeit in Chicago. Und dann denkst du: 90 Minuten ist doch ein Arsch voll Zeit. Aber wir hatten die Rechnung ohne die Koreaner gemacht. Ein paar Minuten vor uns ist eine Maschine aus Seoul gelandet und die hatte gefühlt die Hälfte aller südkoreanischen Schüler an Bord. 
Dann kommst du also in die riesen Halle, in der die Immigration sitzt und du denkst nur: heilige Scheiße! 
Die Reihe war gefühlte 10 Kilometer lang und es waren wohl nur 10 Schalter offen. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, in die USA einzureisen, der weiß, wie lange das dauern kann. 
Wir hatten uns schon fast damit abgefunden, dass wir den Anschlussflug nicht kriegen, als sich von hinten ein junges Pärchen den Weg nach vorne bahnte und sich einfach an allen anderen vorbeidrängelte. Das ist je eigentlich nicht unser Stil, aber in diesem Moment hängten wir uns einfach dran, auch weil die beiden den gleichen Flug kriegen wollten wie wir. Also wir den beiden nach und schon standen wir am Anfang der Schlange. Bei der Immigration lief alles wie gehabt: schön die Patschehändchen auf den Scanner, ein fester Blick in die Kamera und kurze Beschreibung unserer Jobs, denen wir gewöhnlich nachgehen, wenn wir nicht gerade Urlaub machen. Ach ja, URLAUB, natürlich der Grund unserer Reise. Geschafft, wir sind drin. Schnell die Koffer schnappen und ab zum nächsten Flieger. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Denkste! Da ist ja immernoch dieser blöde Sicherheitscheck, bevor man ein Flugzeug besteigen darf. Auch wenn wir das in Frankfurt schon hinter und gebracht haben - Katha natürlich wieder mit dem obligatorischen Drogen-Sprengstoff-Abklatschtest - mussten wir in Chicago nochmal durch. Und siehe da, wieder ne ewig lange Schlange und unser Pärchen, das auch nach Las Vegas will. Hier geht Vordrängeln nicht, aber dafür erregt Katha's Handgepäck hier offenbar kein Aufsehen. Ein Blick auf die Abflugtafel: Gate B11! CLOSED ?!? Nun aber fix die Beine in die Hand und Rennen, vielleicht lassen die uns ja doch noch mit. Und ja, die Maschine hat auf uns gewartet und damit rund 140 andere Passagiere. Blöd, wenn vorn der Einstieg ist und man beinahe in der letzen Reihe Sitzplätze reserviert hat. Spießrutenlauf! Aber egal, wir sitzen. Die nächsten dreieinhalb Stunden vergehen wie im Flug (kleines Wortspiel). Landung in Las Vegas, Mietauto holen und raus aus der Stadt - ohne nennenswerte Vorkommnisse. Das Motel in Overton, ca. eine Stunde von Vegas entfernt ist i.O. Aber uns treibt es zum Sonnenuntergang in das nahegelegene Valley of Fire. Wunderschön. Doch die Müdigkeit rafft uns dahin und wir entschließen uns, morgen früh nochmal hinzufahren. Gute Nacht für heute.