Mittwoch, 22. Mai 2013

Feuer und Wasser

Werte Zurückgebliebene,
wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, hängen wir ein wenig, nicht am Galgen aber in der taggenauen Veröffentlichung unserer Posts. Mal sehen ob wir die Verspätung wieder aufholen.
Am gestrigen Dienstag begaben wir uns - dank Jetlag - recht früh nochmal in das Valley of Fire. Was wir am Abend zuvor nur grob ausgespäht haben, wurde nun ausführlicher erkundet. Im fast noch menschenleeren Park haben wir direkt an der Straße Bighornsheeps gesehen. Der Bock hat uns aber zu verstehen gegeben, dass er unsere Anwesenheit nicht sonderlich mag. Jedenfalls ist das Viech mit seinem Kopf immerzu auf einen Stein losgegangen. Am Rainbowvista haben wir die Aussicht auf den morgendlich angestrahlten Sandstein genossen, der sich hier mal rosa, mal gelb, mal rötlich oder fast schon violett zeigt. In der Gegend um die White Domes bot sich die Gelegenheit, auf etwas abseits gelegenen Pfaden zu wandeln. Ein kurzer Rundweg führte uns vorbei an sehenswerten Ausblicken hinab in ein felsiges Tal und anschließend durch einen schmalen Canyon. Bevor wir gegen 10:15 Uhr den Statepark verlassen haben, besuchten wir noch den Fire Canyon aus rotem Sandstein. In den nächsten zweieinhalb Stunden zogen wir an einer doch eher kargen Landschaft vorbei. Kleine trostlose Gemeinden mit verstreut liegenden Häusern, die ihre besten Tage schon lange hinter sich haben. Das änderte sich schlagartig in einem Örtchen namens Springdale, dem Tor zum Zion National Park. Unsere Lodge - die Cliffrose Garden Lodge - war wirklich sehr komfortabel und hatte einen schönen Garten. Da der Nachmittag noch jung war, entschieden wir uns gleich noch mit dem Shuttlebus in den Park zu fahren und zu den Emerald Pools zu laufen. Wenn schon, denn schon, sollten es alle drei Pools sein - der Lower Pool, der Middle Pool und der Upper Pool. Aber der Reihe nach: Nach knapp einem Kilometer erreichten wir den Lower Pool. Dort stürzt bei Regen oder zur Schneeschmelze eine Menge Wasser über den Felsen und bildet einen kleinen glasklaren Bergsee. Zurzeit ist der Wasserfall lediglich ein Rinnsal, aber trotzdem nett anzusehen. Der Middle Pool ist nicht der Rede Wert und auch der anstrengende, weil steile Anstieg zum Upper Pool hat sich nur in Maßen gelohnt. Der Upper Pool selbst, umgeben von steilen Felswänden, präsentierte sich recht schön, aber es waren zu viele Leute dort. Witzig waren kleine Frösche, die Lärm gemacht haben, als ob sie handtellergroß wären. Ihr Gequake schallte von den steilen Felsen zurück. Auf dem Rückweg entschieden wir uns spontan, noch einen Umweg über den Kayenta-Trail zu machen. Am Ende sind wir insgesamt etwa 4,5 km gelaufen. Ein guter Auftakt für unsere Wanderung am Mittwoch zum Landeplatz der Engel im Zion NP. Den Abend haben wir mit einer Flasche Wein auf unserer Veranda ausklingen lassen und sind dann auch bald schlafen gegangen. Gute Nacht!





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